Ackerrandstreifen an Mais oder Rapsschlägen
Projekt Brundorf
Insbesondere die zunehmende „Vermaisung“ als Folge der intensivierten Landwirtschaft und der zunehmenden Zahl von
Biogasanlagen führt zu einer Verarmung unserer heimischen Fauna und Flora mit allen Nachteilen, die sich zum Teil erst dann
zeigen, wenn es bereits zu spät zum Gegensteuern ist.
Nicht allen aber etlichen Landwirten ist das durchaus bewusst.
Sie sind allerdings oft in einer Zwickmühle zwischen dem Wunsch, etwas für die Natur zu tun und der
Notwendigkeit, wirtschaftlich zu arbeiten, nicht zuletzt entsprechend den Vorgaben der Länder und der
Europäischen Union.
Trotz dieser Widrigkeiten ist es uns vor drei Jahren gelungen, den Brundorfer Landwirt Hermann
Havemeyer für einen Test zu gewinnen.
Im Frühjahr 2008 haben wir auf einer Feldrainlänge von fast 1 Kilometer einen 3 Meter breiten
Randstreifen vor einem riesigen Maisschlag mit einer Wildackersaatmischung von Hand eingesät, die
Herr Havemeyer dann freundlicherweise maschinell eingearbeitet hat.
Dieser Randstreifen hat sich im Laufe des Jahres zu einem geradezu spektakulär schönen Biotop
entwickelt, von dem nicht nur das Wild wie Rehe, Hasen, Rebhühner und Fasanen sondern vor allem
auch sehr viele wichtige Insekten profitiert haben.
Ganz abgesehen von der Augenweide für uns Menschen.
Presseartikel OHZ 2008
Die Aktion wurde von der Presse dankenswerterweise so positiv begleitet, dass sich daraufhin mit unserer Unterstützung eine
weitere Initiative in Worpswede gebildet hat, die solche „Blühstreifen“ auf dem Weyerberg angelegt hat.
Hierzu anbei das Informationsblatt „Wildblumen auf dem Weyerberg“.
Angeregt durch die zusätzlichen Aktivitäten in Worpswede möchten wir nun vorschlagen, dass sich auch in der Gemeinde
Schwanewede eine Klasse oder Schule unserer auch in diesem Jahr 2011 wieder stattfindenden Aktion in Brundorf begleitend
anschließt.
Es muss sich hier nicht unbedingt um ein „Projekt“ handeln, sondern wir könnten uns zum Beispiel auch durchaus vorstellen, dass
anlässlich eines Ausflugs nach Brundorf der Hof Havemeyer besichtigt wird und vielleicht noch beim Einsäen des Saatguts
geholfen wird.
Im Übrigen könnte ein solcher Blühstreifen in den unterschiedlichsten Fächern thematisiert werden. Sei es Deutsch,
Gemeinschaftskunde oder Biologie (falls es das auf dem Stundenplan gibt). Selbst in Mathematik oder Rechnen könnte
demonstriert werden, wie die Menge des Saatguts oder benötigte Flächen berechnet werden.
Das Thema kann hier schriftlich kaum ausgeschöpft werden.
Mitarbeiter der Aktionsgemeinschaft Bremer Schweiz sind aber gerne zu weiterführenden Gespräche bereit.
Bernhard Rathje /Februar 2011
(Tel. 0421 / 63 32 03)
Leider ist dieses Schülerprojekt 2011 nicht zustande gekommen.
Aber dennoch hat Herr Havemeyer wieder Ackerland zur Verfügung gestellt und die Aktionsgemeinshaft Bremer Schweiz konnte
erneut zwei Ackerrandstreifen in der Ahrnkenstraße in Brundorf einsäen. Schauen Sie sich das Egebnis an einem sonnigen Tag
an. Es lohnt sich!
Presseartikel