Fledermäuse – noch gibt es sie bei uns!
Das war eine wichtige Erkenntnis, nachdem wir schon vor Jahren mit Hilfe von Lothar Bach und seinen modernen
Detektoren das Vorhandensein mindestens 7 verschiedener Arten im Bremer Norden bestätigen konnten.
Sicher, jeder kennt Fledermäuse. Aber was wissen wir über sie? Was wissen wir über ihren Lebensraum und
können wir im Sinne unserer „Aktionsgemeinschaft“ etwas für sie tun?
Bald hatten wir gelernt, dass es rund 150 Gattungen mit 650 bis 700 Arten gibt, davon vielleicht maximal 20 in
unseren Gegenden. Und wir hatten gelernt, dass die in Nordeuropa vorkommenden Arten allesamt Insektenesser
sind, mit sehr unterschiedlichen Ansprüchen an Ihren Lebensraum.
In der Beschaffenheit und Nutzung ihrer Sommerquartiere, Wochenstuben, Jagdbiotope und Winterquartiere
unterscheiden sich unsere Fledermäuse beträchtlich. So suchen sie als Quartiere und Verstecke höhlen- und
spaltenartige Räume auf, die allerdings sehr unterschiedlich gestaltet sein können und unterschiedlichen
Funktionen dienen. Bei uns hat sich eine Einteilung in Baum- und Hausfledermäuse eingebürgert. Zu den
Baumfledermäusen gehört z.B. der Große Abendsegler oder die im Wald jagende Fransenfledermaus.
Wir wussten aber auch, dass es in unserer Gegend an feuchten und störungsfreien Räumen mangelt, und so
entschlossen wir uns, einen alten, halb verfallenen und seit langem unbenutzten Eiskeller am Lesumufer so
wiederherzurichten, dass er vielleicht für Fledermäuse attraktiv werden könnte.
Das ist in 2004 in Eigeninitiative und mit freundlicher Genehmigung und einiger finanzieller Unterstützung des
Grundeigentümers geschehen.
Und der Keller wird zu unserer großen Freude inzwischen zumindest vom „Braunen Langohr“ frequentiert.
Wir denken: das ist eine gelungene Aktion zum Wohle der Tierwelt unserer schönen Bremer Schweiz.
Bernhard Rathje