Die Schönebecker Aue muss für Fische und Mikroorganismen von der Mündung im Vegesacker Hafen bis zu ihren Quellgebieten in Niedersachsen durchgängig erreichbar sein. Die Universität Bremen und die Biologische Station Osterholz bestätigen: Für Fische ist die Erreichbarkeit der Weser-Nebenarme zum Laichen existenziell notwendig. Die Renaturierung der Aue ist besonders wichtig für zahlreiche gefährdete Arten: Fluss- und Bachneunauge, Meer- und Bachforelle, Barbe und Steinbeißer. Auch Kleinkrebse und Krabben, Mollusken, Gliederwürmer und Wasserinsekten wandern nach Angaben der Wissenschaftler zwischen Haupt- und Nebengewässern. Mit Eingaben, Aktionen, vielfältigen Veröffentlichungen, Gesprächen mit Politikern und durch die Erstellung wissenschaftlicher Analysen haben wir endlich erreicht:   1. Die Auemündung im Vegesacker Hafen wurde geöffnet! 2. Drei Sohlabstürze wurden in Sohlgleiten umgebaut. 3.Das Umgehungsgerinne des Mühlenwehrs am Schönebecker Schlosss wurde gebaut. Wir werden für die Durchführung folgender Maßnahmen weiter kämpfen:  Die Untertunnelung des Bahnhofvorplatzes in Vegesack muss geöffnet werden. Die Verrohrung der Aue in Vegesack beim Baumarkt an der Uthoffstraße muss naturverträglich verändert werden Die letzen zwei Sohlabstürze müssen zu Sohlgleiten umgebaut werden. Leider sind dafür vom Land Niedersachsen bereits bewilligte Gelder in Höhe von 100.000,-DM verfallen, weil ein Anlieger seine Einwilligung für die Umbaumaßnahmen auf seinem Grundstück wieder zurückgezogen hat. Das Regenwasser von der Autobahn muss geklärt werden, bevor es in die Aue eingeleitet wird. Ein Regenrückhaltebecken muss gebaut werden, um die Fließgeschwindigkeit der Aue zu regulieren und die Sandfracht abzufangen. Ein möglichst breiter naturnaher Uferrandstreifen muss den Bachlauf schützen. Weitere Informationen: Durchgängigkeit der Schönebecker Aue Öffnung der Schönebecker Aue auf dem Bahnhofsvorplatz Aueverlauf ab BAB 27 bis Bahnhof Vegesack Das Schönebecker Mühlenwehr (Auegutachten Hochschule Bremen, 2004) Aue-Gutachten der Bios 1998 (westlich der B6 bis zur Bremer Landesgrenze) Umgehung des Schlosswehres an der Schönebecker Aue