Die Aktionsgemeinschaft Bremer Schweiz
setzt sich für Erhalt und Neupflanzung von Streuobstwiesen ein!
In früheren Jahren waren diese Streuobstwiesen typisch für das Landschaftsbild in zahlreichen Regionen.
Der Vater pflanzte den Baum für den Sohn, denn die riesigen Hochstämme gelangen erst nach weit über
10 Jahren zu Ihrem vollen Ertrag. Diese Art der Obsterzeugung ist bereits seit geraumer Zeit kommerziell
nicht mehr konkurrenzfähig. Im großen Stil wird Obst heute in Monokulturen von mannshohen
Spindelbäumen angebaut. Diese Spindelbäume sind relativ kurzlebig, so dass auf modebedingte
Schwankungen schnell reagiert werden kann, und einfach, weil ohne Leiter, zu bewirtschaften. Im
heimischen Garten freilich ist auch meist kein Platz für die alten Hochstämme, weil die über 8 Meter
Kronendurchmesser erstmal irgendwo untergebracht werden müssen.
Zwar handelt es sich bei den alten Streuobstwiesen um Kulturlandschaften, jedoch um solche, die
einerseits die Landschaft im positiven Sinne mitgeprägt haben und andererseits einer unvergleichlichen
Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen als Lebensraum dienen. Außerdem ist es beim gegenwärtigen Trend
die Frage, wie lange unsere Kinder überhaupt noch wissen, dass man zum Äpfelpflücken in den Baum
klettern kann.
Nachdem Mitglieder der AGBS einen Baumschnittkurs absolviert hatten, haben wir vom Gartenbauamt
Bremen Nord in Knoops Wald eine Fläche zugewiesen bekommen, auf der wir eine Streuobstwiese mit
zunächst 20 Bäumen angelegt haben. Sie wird von uns erweitert und weiterhin betreut.
Pflanzplan
Berichte der Norddeutschen (Bremer Tageseitungen AG) vom -> 18.04.05 und vom -> 24.04.06