Die Schönebecker Aue entspringt in der Langen Heide im Landkreis Osterholz und mündet nach knapp 18 km Fließstrecke in den Vegesacker Hafen. Das Schönebecker Auetal ist zentraler und prägender Landschaftsbestandteil der Bremer Schweiz. Die Schönebecker Aue galt bis Mitte des 20. Jahrhunderts als weitgehend naturnaher Geestrandbach. Wasserbauliche Maßnahmen wie Begradigungen und der Einbau von Sohlabstürzen haben dem Bach jedoch ebenso zugesetzt wie der zunehmende Nutzungsdruck in der Talaue. Naturnahe Gewässerstrecken waren zuletzt auf kurze Abschnitte beschränkt.

Für die AGBS sind Schutz, Erhaltung und Renaturierung der Schönebecker Aue zentrale Themen in der 40-jährigen Vereinsgeschichte. Seither wurde viel für eine naturnähere Schönebecker Aue erreicht. Umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen konnten dabei vor allem auf Bremer Gebiet erreicht werden. 

Mündung alt 1

Auemündung im Vegesacker Hafen – vor …

…. und nach dem Umbau 1999

So wurde mit dem Bau des Einkaufszentrums „Haven Höövt“ eine Öffnung der Auemündung im Vegesacker Hafen (s. Fotos) und eine Tag/Nacht-gesteuerte Beleuchtung unter dem rd. 120 m langen Bahnhofsvorplatz möglich, die die Durchgängigkeit für wandernde Organismen deutlich verbessert haben.

Umgehungsgerinne am Schönebecker Schlosswehr 2009

Auch die Anlage eines sogenannten Umgehungsgerinnes am Schönebecker Schlosswehr war ein zentrales Projekt in der Bachrenaturierung.

Aber auch viele wichtige, kleine Maßnahmen, wie die Anlage von Kiesstrecken und Kleingewässern oder der Umbau von mehreren Sohlabstürzen auf niedersächsischem Gebiet konnten erreicht werden.

Karte SohlgleitenZu tun bleibt genug: Noch immer befinden sich zwei Sohlabstürze im Gewässer (s. Karte), die dringend zu Sohlgleiten umgebaut werden müssen.
Weitere Renaturierungsmaßnahmen müssen folgen, das fordert auch seit längerem die Wasserrahmenrichtlinie der EU
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